- Aktualisiert
B2B-Nutzungsbedingungen für Concertainly
Stand: 26.07.2026
1. Anbieter und Geltungsbereich
Anbieter der Software Concertainly ist:
Tamino Consulting UG (haftungsbeschränkt),
Sansibarstraße 4a, 81827 München, Deutschland,
E-Mail: tamino.rat@gmail.com
Diese Bedingungen gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Concertainly richtet sich in dieser Fassung an Musikschulen und vergleichbare Organisationen, die Schülerkonzerte organisieren.
Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
2. Vertragsschluss und Freischaltung
Die öffentliche Bewerbung oder Registrierung begründet noch keinen Anspruch auf Freischaltung. Mit Absenden der Registrierung gibt der Kunde auf Grundlage des gewählten Tarifs, der angezeigten Preise und dieser Bedingungen ein Angebot auf zunächst kostenlose Nutzung ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Musikschule ausdrücklich freischaltet oder ein individuelles Angebot angenommen wird.
Die Freischaltung allein aktiviert noch keinen kostenpflichtigen Tarif. Der Kunde kann ein erstes Konzert kostenlos anlegen. Der kostenpflichtige Tarif wird erst aktiviert, wenn ein Owner nach Nutzung des kostenlosen Konzerts in der Abrechnungsansicht die aktuellen Preise und Bedingungen nochmals ausdrücklich bestätigt und die kostenpflichtige Aktivierung auslöst. Vor dieser Aktivierung kann kein zweites Konzert angelegt werden.
Nach der Freischaltung gelten ergänzend:
- der gewählte Tarif umfasst eine Musikschule und den in der Leistungsbeschreibung ausgewiesenen Funktionsumfang; technische Schutz- und Nutzungslimits bleiben anwendbar;
- Supportkanal: tamino.rat@gmail.com. Anfragen können jederzeit per E-Mail eingereicht werden; eine durchgehende Bearbeitung oder bestimmte Reaktionszeit wird nicht zugesagt;
- Behandlung der Daten nach Vertragsende: Der Kunde kann innerhalb von 30 Tagen ab Vertragsende die verfügbaren Exporte abrufen. Produktive Zugriffe werden zum Vertragsende gesperrt. Aktive Kundendaten werden nach Ablauf des Exportfensters innerhalb von 30 Tagen gelöscht, sofern der Kunde keine frühere Löschung verlangt und keine gesetzliche Pflicht entgegensteht. Backups laufen innerhalb weiterer 30 Tage aus. Eine Löschbestätigung wird innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss in Textform bereitgestellt.
Bei Widersprüchen hat ein individuelles Angebot Vorrang vor diesen Bedingungen.
3. Leistungsgegenstand
Concertainly stellt eine webbasierte Software zur Organisation von Schülerkonzerten bereit. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus dem gebuchten Angebot und der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung.
Typische Funktionen sind:
- Verwaltung von Schulen, Teamrollen, Lehrkräften und Konzerten;
- schulbezogene Anmeldung von Schülern und Begleitpersonen;
- Werk-, Programm-, Wartelisten- und Kommunikationsfunktionen;
- Druck- und Exportfunktionen;
- Statistiken, Aufbewahrungs-, Auskunfts- und Löschwerkzeuge;
- optionale KI-gestützte Text- und Werkfunktionen.
Nicht geschuldet sind Rechtsberatung, eine automatische Prüfung der Rechtmäßigkeit von Kundendaten oder die fachliche Richtigkeit von KI-Ergebnissen.
4. Bereitstellung und Änderungen
Die Software wird am Übergabepunkt des Rechenzentrums beziehungsweise über die vereinbarte Webadresse bereitgestellt. Der Anbieter kann die Software weiterentwickeln und Funktionen ändern, sofern der vereinbarte Kernnutzen nicht unangemessen beeinträchtigt wird.
Wesentliche, für den Kunden nachteilige Änderungen werden mit angemessener Frist angekündigt. Beeinträchtigt eine Änderung den vereinbarten Kernnutzen wesentlich, kann der Kunde zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung außerordentlich kündigen.
Ein bestimmtes Service-Level gilt nur, wenn es ausdrücklich vereinbart wurde. Ohne eine solche Vereinbarung wird kein bestimmter Verfügbarkeitswert garantiert. Betriebsziele und Störungsabläufe sind keine vertragliche Service-Level-Zusage.
5. Konten, Rollen und Sicherheit
Der Kunde benennt mindestens einen Owner. Owner dürfen weitere Administratoren und Lehrkräfte entsprechend der Produktfunktionen berechtigen. Der Kunde ist dafür verantwortlich,
- nur erforderliche Berechtigungen zu vergeben;
- Rollen regelmäßig zu prüfen und ausgeschiedene Personen unverzüglich zu entfernen;
- E-Mail-Postfächer und Anmeldecodes gegen unbefugten Zugriff zu schützen;
- verdächtige Zugriffe oder verlorene Zugänge unverzüglich zu melden;
- keine gemeinsamen Personenkonten zu verwenden, soweit dies nicht ausdrücklich vorgesehen ist.
Handlungen berechtigter Konten werden dem Kunden zugerechnet, soweit gesetzlich zulässig. Plattformadministratoren greifen nur im erforderlichen, vertraglich und datenschutzrechtlich zulässigen Umfang zu.
6. Pflichten des Kunden
Der Kunde
- stellt sicher, dass er personenbezogene Daten rechtmäßig verarbeiten und den Anbieter damit beauftragen darf;
- stellt eigene, vollständige Datenschutzhinweise bereit und hinterlegt deren URL in der Schulinstanz;
- bestimmt angemessene Aufbewahrungsfristen;
- holt erforderliche Einwilligungen, insbesondere für Fotoverwendungen, freiwillig, nachweisbar und zweckbezogen ein;
- informiert berechtigte Nutzer über Rollen, Vertraulichkeit und sicheren Umgang mit Daten;
- prüft Programme, Exporte, E-Mails und KI-generierte Inhalte vor Verwendung;
- sichert exportierte Daten außerhalb der Plattform eigenverantwortlich;
- meldet fehlerhafte schulbezogene Zuordnungen unverzüglich.
Der Kunde darf keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO eingeben, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart und technisch freigegeben wurde. Freitextfelder dürfen nicht für unnötige sensible Angaben verwendet werden.
7. Zulässige Nutzung
Untersagt sind insbesondere:
- rechtswidrige, irreführende oder fremde Rechte verletzende Inhalte;
- Umgehung von Zugriffs-, Rollen-, Quoten- oder Sicherheitsmechanismen;
- unbefugte Sicherheitsprüfungen oder automatisierte Massenabfragen;
- Weitergabe persönlicher Bearbeitungslinks oder Anmeldecodes;
- Nutzung für Werbung oder Massen-E-Mails außerhalb der vorgesehenen Funktionen;
- Eingabe von Geheimnissen, Zugangsdaten oder nicht erforderlichen personenbezogenen Daten in KI- oder Freitextfunktionen;
- Weiterverkauf oder Überlassung der Plattform an Dritte, soweit nicht vereinbart.
8. Kundendaten und Rechte
Der Kunde behält seine Rechte an den von ihm eingestellten Inhalten. Er räumt dem Anbieter die für Vertragsdurchführung, Sicherung, Support und Fehlerbehebung erforderlichen Nutzungsrechte für die Vertragsdauer ein.
Der Anbieter nutzt Schuldaten nicht für eigene Werbung und nicht zum Training allgemeiner KI-Modelle.
Aggregierte Statistiken darf der Anbieter nur nutzen, wenn kein Personen- oder Schulbezug hergestellt werden kann. Die Anonymisierung muss technisch und organisatorisch so ausgestaltet sein, dass eine Zuordnung mit vertretbarem Aufwand nicht möglich ist.
Export, Rückgabe und Löschung richten sich nach Vertrag, AVV und Offboarding-Verfahren.
9. Datenschutz und Unterauftragnehmer
Soweit der Anbieter personenbezogene Schuldaten im Auftrag verarbeitet, schließen die Parteien die gesonderte Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung.
Die aktuellen Unterauftragnehmer sind unter
/de/legal/subprocessors aufgeführt. Das Verfahren für Änderungen und
Widersprüche richtet sich nach dem AVV.
10. E-Mail- und KI-Dienste
Der Kunde erkennt an, dass E-Mail-Zustellung von Empfängersystemen und Drittanbietern abhängt. Die Plattformanzeige und eigene organisatorische Kontrollen dürfen nicht allein durch den erwarteten Eingang einer E-Mail ersetzt werden.
KI-Funktionen sind optional. Ergebnisse können unvollständig oder falsch sein und sind vor Verwendung zu prüfen. Der Kunde darf keine personenbezogenen Daten in KI-Eingabefelder eintragen, sofern die Funktion dies nicht ausdrücklich vorsieht und vertraglich freigegeben ist.
11. Support, Wartung und Störungen
Support wird per E-Mail über tamino.rat@gmail.com erbracht. Anfragen können 24 Stunden täglich und an sieben Tagen pro Woche eingereicht werden. Dies bedeutet keine Zusage einer 24/7-Bearbeitung, Rufbereitschaft oder bestimmten Reaktionszeit. Der Kunde liefert eine nachvollziehbare, möglichst anonymisierte Fehlerbeschreibung und übermittelt keine Anmeldecodes, geheimen Links oder unnötigen Schülerdaten.
Wartungen können vorübergehend die Verfügbarkeit beeinträchtigen. Planbare wesentliche Wartungen werden nach Möglichkeit vorab angekündigt.
Sicherheitsvorfälle meldet der Kunde an tamino.rat@gmail.com.
12. Vergütung und Zahlung
Das erste vom Kunden angelegte Konzert ist kostenlos. Nach dessen Nutzung kann der Kunde einen der folgenden Tarife kostenpflichtig aktivieren:
- Monatstarif: 39,00 EUR netto je Monat;
- Jahrestarif: 390,00 EUR netto je zwölf Monate.
Auf die Nettopreise fällt die jeweils gesetzlich geschuldete Umsatzsteuer an. Der zum Aktivierungszeitpunkt gewählte Tarif, Preis sowie die Version dieser Bedingungen werden im Abrechnungskonto dokumentiert.
Die Abrechnung erfolgt derzeit per Rechnung. Rechnungen werden an die hinterlegte geschäftliche Rechnungs-E-Mail-Adresse übermittelt und sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug per Überweisung zahlbar. Eine automatische Belastung eines Bankkontos oder einer Zahlungskarte findet nicht statt.
Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen. Der Anbieter kann die Anlage weiterer Konzerte und kostenpflichtige Funktionen bis zum Zahlungseingang sperren. Bereits gespeicherte Daten und Exportmöglichkeiten bleiben vorbehaltlich zwingender Sicherheitsmaßnahmen zugänglich.
Abweichende Preise, Leistungsumfänge, Steuerregelungen oder Zahlungsziele gelten nur, wenn sie in einem individuellen Angebot vereinbart sind; dieses geht im Widerspruchsfall vor.
13. Laufzeit, Verlängerung und Kündigung
Die kostenlose Nutzung beginnt mit Freischaltung der Musikschule. Die kostenpflichtige Laufzeit beginnt erst mit der ausdrücklichen Aktivierung nach Ziffer 2.
Der Monatstarif hat eine anfängliche Laufzeit von einem Monat und verlängert sich jeweils um einen weiteren Monat. Der Jahrestarif hat eine anfängliche Laufzeit von zwölf Monaten und verlängert sich jeweils um weitere zwölf Monate. Eine Verlängerung erfolgt nicht, wenn der Kunde spätestens vor Beginn der nächsten Laufzeit über die Abrechnungsansicht oder in Textform kündigt. Die Kündigung wirkt zum Ende der laufenden Tarifperiode; bis dahin bleibt der Tarif nutzbar und vergütungspflichtig.
Ein Wechsel des Tarifs wird grundsätzlich zum Beginn der nächsten Tarifperiode wirksam. In der Abrechnungsansicht wird der vorgemerkte Wechsel angezeigt.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund kann insbesondere vorliegen, wenn die weitere Nutzung eine erhebliche Sicherheitsgefahr verursacht, der Kunde trotz Mahnung wesentlich in Zahlungsverzug bleibt oder trotz Abmahnung wesentlich gegen diese Bedingungen verstoßen wird.
Vor Vertragsende kann der Kunde seine Daten mit den bereitgestellten Funktionen exportieren. Nach Vertragsende werden Kundendaten gemäß AVV und Offboarding-Verfahren zurückgegeben oder gelöscht, soweit keine gesetzliche Pflicht entgegensteht.
14. Sperrung
Der Anbieter darf einen Zugang vorübergehend beschränken, soweit dies zur Abwehr einer konkreten Sicherheitsgefahr, zur Verhinderung rechtswidriger Nutzung oder wegen eines erheblichen Vertragsverstoßes erforderlich ist. Die Interessen des Kunden und betroffener Personen werden berücksichtigt. Der Kunde wird informiert, soweit dies rechtlich und sicherheitstechnisch möglich ist.
15. Mängel und Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
Bei Datenverlust ist die Haftung auf den typischen Wiederherstellungsaufwand begrenzt, der bei angemessener Nutzung der verfügbaren Export- und Sicherungsfunktionen entstanden wäre. Vereinbarte Pflichten des Anbieters zur Datensicherung und Löschung bleiben unberührt.
E-Mail-Zustellung und KI-Ausgaben hängen von Drittdiensten ab. Der Anbieter haftet für Auswahl, Einbindung und eigene Pflichtverletzungen nach den vorstehenden Regeln, übernimmt aber keine Garantie für eine fehlerfreie Zustellung oder inhaltliche Richtigkeit von KI-Ausgaben. Eine unentgeltliche Bereitstellung erweitert gesetzliche Haftungsprivilegien nicht. Art. 82 DSGVO und andere zwingende datenschutzrechtliche Ansprüche bleiben unberührt.
16. Vertraulichkeit
Die Parteien behandeln nicht offenkundige geschäftliche, technische und personenbezogene Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich. Sie geben diese nur an Personen weiter, die sie zur Vertragsdurchführung benötigen und angemessen zur Vertraulichkeit verpflichtet sind. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.
17. Schlussbestimmungen
Änderungen und Ergänzungen des Vertrags werden in Textform dokumentiert.
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Soweit gesetzlich zulässig, ist München Gerichtsstand.
Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, gelten die gesetzlichen Vorschriften. Die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen bleibt unberührt.
Gültig ab: 26.07.2026
Zuletzt aktualisiert: 26.07.2026